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Biografie
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Mein Genre ist Battle Rap
Aus "Bei uns geht einiges"


Image Savas ist ein MC aus Berlin-Kreuzberg, der seine Kindheit zum Teil in der Türkei und in Aachen verbracht hat. Anfang der neunziger Jahre hat er angefangen zu rappen. Damals noch unter dem Namen Juks, war er Teil der Gruppen First League und Basic Elements. 1997 hat er zusammen mit FuManschu und Justus die M. 0. R. -Crew gegründet. Seine erste Single erschien 1999 auf dem Label Put The Needle To Da Record. Geboren wurde er in Aachen.


Er war gerade ein Jahr alt, als seine Eltern in die Türkei gingen. Sowohl in der Türkei als auch in Deutschland sind Menschenrechtsverletzungen gang und gäbe. Als sein Vater für fünf Jahre als politischer Häftling ins Gefängnis kam, mussten seine Mutter und er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Flucht nach Deutschland, wo sie noch Verwandte hatten, antreten, da es in der Türkei oft vorkommt, dass die Familie eines Inhaftierten stark terrorisiert wird. Über diese Zeit berichtet Savas wie folgt:

»Meine Oma hat uns aus Deutschland immer Pakete mit Süßigkeiten geschickt. Da wir damals nicht viel Geld hatten, habe ich jede Woche nur ein bisschen davon bekommen. Am Abend, als mein Vater geholt wurde, durfte ich essen, was ich wollte. Meine Mutter sagte: 'Iss was du willst! iss das ganze Paket leer!' Wir haben unser restliches Türken-Geld verbraten und Playmobil gekauft, was ich ziemlich geil fand.«
Doch Savas bemerkte recht schnell, was um ihn herum geschah, tat seiner Mutter gegenüber jedoch anfangs so, als wüßte er von nichts.
»Meine Mutter und ich sind in den Zug gestiegen. Im Zug meinte sie zu mir: 'Dein Vater ist im Knast.', doch ich wußte schon längst Bescheid. Was in der Türkei abgeht, ist schlimm, doch Deutschland ist in keiner Weise besser -nur anders. Dort wurden Nazi-Methoden genutzt.«
Auch ein anderes Erlebnis aus seiner Kindheit ist fest in ihm haften geblieben.
»Ich erinnere mich noch, als einmal ein Tanker in der Bucht von Istanbul explodierte und ausbrannte. Meine Mutter und ich haben uns das angesehen. Dann sind Bullen gekommen -und ich war wirklich noch klein, so vier oder fünf- und haben uns geknüppelt. Als Fünfjähriger mußte ich vor Bullen wegrennen. Ich war das in der Türkei aber auch nie anders gewohnt.«
Die Zeit, in der sein Vater im Gefängnis saß, bezeichnet Savas aus heutiger Sicht als den stressigsten Part seines bisherigen Lebens.
Seine Zeit in Aachen verlief dagegen eher ruhig. In der Realschule stand man vor Unterrichtsbeginn hinter dem Stuhl und begrüßte den Lehrer mit einem freundlichen »Guten Morgen, Herr Becker.«
Mit elf Jahren zog Savas mit seiner wieder vereinten Familie nach Berlin-Kreuzberg, wovon er anfänglich nicht sehr zu begeistern war. Er befürchtete, er könne in Berlin die Musiksendung »Formel 1« nicht mehr empfangen. »Berlin war dann ein ganz anderer Flavor. In Aachen war nur chillen angesagt. Da gab es keinen Stress. Und zack! Plötzlich lebte ich in Kreuzberg, wo es nur Aufdreher gab.« ...



 
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