Kool Savas - Aura 
Tracklist - Interlude
- Intro / Der letzte meiner Gattung
- Und dann kam Essah
- Aura
- Nie mehr gehn
- Nichts bleibt mehr (feat. Scala Chor)
- Optimale Nutzung unserer Ressourcen
- Die Stimme
- Stampf
- King of Rap / Ein Wunder
- Echo (feat. Olli Banjo)
- LMS 2012 (präsentiert von Xavier Naidoo & Kool Savas)
Versionen AlbumreviewIhr habt lange genug gewartet, dass ein Album erscheint.
Ja, wir haben lange genug gewartet, bis es denn endlich der 11.11.11 war und dann? Und dann kam ESSAH! Er kam zurück mit dem Album, dass den (zumindest über weite Strecken) passenden Namen Aura trägt und zeigt damit wieder einmal, dass gute Alben auch mit wenigen Liedern auskommen.
Das Interlude schafft gleich das richtige Flair, schafft die Vorfreude, wenn man die CD einlegt und auf Play drückt – alternativ halt beim MP3 Player. Dann das Intro und schon ist man endgültig angefixt. Es geht absolut melodisch weiter und gipfelt bereits beim ersten Track in normaler Länge “und dann kam Essah“. Auch wenn man nichts zwangsläufig ein „Word“ hinter die Aussagen setzen kann, so hat er doch verdammt Recht mit der Aussage, dass er eine Art Rap in Deutschland geprägt, geändert und bestimmt hat und all dies noch bis heute tut.
Aura. Ein Text der nicht nur perfekt mit dem Beat harmoniert sondern auch noch mit der Stimme von Xavier Naidoo in der Hook. Wäre das insgesamt Album nicht so schön, könnte der Track in der Dauerschleife laufen.
Auf jeden einzelnen Titel will ich hier jedoch nicht eingehen, sondern vielmehr das Gesamtwerk loben, die Facetten, die es zu bieten hat und den Beweis dafür, dass auch eher ruhige Alben im Rap absolut hörbar sind. Das Album liefert auch den Beweis, dass Chöre, zu dem richtigen Lied, mit Sprechgesang zu einem Meisterwerk verschmelzen können.
Insgesamt hat Savas ein Album geschaffen, dass abwechslungsreiche Beats bietet, Raptechnisch eine Speerspitze darstellt und mit wenigen Features exzellent funktioniert. Man merkt, dass er sich viel Zeit genommen hat und dort neben Mühen auch ein ganzes Stück Herz drin steckt. Streckenweise ist man geneigt einige Lieder zu skippen. Aber nicht weil das Lied nicht gut ist, sondern weil das darauffolgende einfach noch besser ist. Kurz gesagt ist das Album – und das Wort muss man langsam, ruhig und bedacht aussprechen – wunderschön.
Jetzt heißt die Musik genießen und (wahrscheinlich) viel zu lange auf das nächste Werk warten.
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